Sprache und Maschine

Mehrsprachigkeit und Technologie: Who's lost in translation | Alice Delorme Benites, Caroline Lehr

Thema a Mit Google Translate und CAT-Tools: Technologiegestützte mehrsprachige Kommunikation

Aufgabe 1 | Digitale Sprachtools: PONS-Experiment [10']

Aufgabe 1 | Digitale Sprachtools: PONS-Experiment [10']

Erleben Sie im PONS-Experiment, wie sich die digitalen Hilfsmittel unterscheiden und ergänzen. Gehen Sie auf https://de.pons.com/

Dort werden u. a. zwei Funktionen angeboten: Online-Wörterbuch und Textübersetzung.

Geben Sie folgende Wörter und Ausdrücke sowohl im Wörterbuch als auch in der Textübersetzung ein. Die Zielsprache kann Englisch oder eine andere Sprache sein, aber dieselbe für beide Funktionen.

  • hoch
  • Mensch ärgere dich nicht
  • Pariser
  • Dunstabzugshaube
  • Velo
  • Welche Informationen erhalten Sie mit welcher Funktion?
  • Welche Unterschiede sehen Sie?

Auf der Grundlage dieser Unterschiede und Informationen überlegen Sie nun, wann die Wörterbuch-Funktion nützlicher ist und wann die Textübersetzung am sinnvollsten ist.

Lösung

Für das Adjektiv "hoch" bietet die Wörterbuchfunktion Äquivalente in Englisch, kategorisiert nach Fachgebiet. Informationen zur Verwendung und Bedeutung ("zeitlich fortgeschritten, Bezeichnung der Potenz) sind zu finden, sowie morphologische Angaben. Für alle Äquivalente auf Englisch kann man beim Klicken auf den kleinen Lautsprecher hören, wie sie ausgesprochen werden. Schließlich werden Beispiele zur Verwendung im Kontext aus dem PONS Wörterbuch (von der Redaktion validiert) und aus dem Internet (nicht überprüft) angegeben. Bei der Textübersetzungsfunktion wird das Adjektiv "hoch" bei der automatischen Spracherkennung als Schwedisch eingestuft (Stand: April 2022). Es wird als "High" übersetzt, ohne weitere Angabe. Es ist möglich, das Wort hineinzudiktieren und auch die Aussprache des Wortes zu hören, indem man die kleinen Icons unten anklickt.

Aufgabe 2 | Kontext: Eine Bank ist keine Bank [5']

Aufgabe 2 | Kontext: Eine Bank ist keine Bank [5']

Mit dem Beispiel „Wörter im Kontext“ sehen Sie, wie wichtig Kontextinformationen beim Nachschlagen einzelner Wörter sind.

Gehen Sie auf www.linguee.de oder https://context.reverso.net/%C3%BCbersetzung/deutsch-englisch/ und geben Sie «Bank» als Suchwort ein. Inwieweit helfen Ihnen die angezeigten Beispiele?

 

Lösung
Bei Reverso Context werden Beispiele angezeigt, wo Bank mit bank oder mit bench übersetzt wird. Im Satzkontext ist dann ersichtlich, wann welches Wort verwendet wird.
Aufgabe 3 | CAT-Tools: Warum sie helfen [10']

Aufgabe 3 | CAT-Tools: Warum sie helfen [10']

Erhalten Sie Einblicke in die Arbeit von professionellen Übersetzenden und ihre Sprachtechnologien. Schauen Sie sich das kurze Video an, das die Funktionsweise von CAT-Tools illustriert. Erläutern Sie anhand des Videos, wie CAT-Tools Übersetzende bei ihrer Arbeit unterstützen und warum sie zu grösserer Effizienz in der Übersetzungstätigkeit und zu einer besseren Einheitlichkeit der übersetzten Texte beitragen?

Lösung
CAT-Tools können bereits übersetzte Texte speichern. Wenn ähnliche Texte wieder übersetzt werden sollen, können CAT-Tools Übersetzenden aus diesem Textspeicher Lösungen vorschlagen. Dadurch können Übersetzende schneller arbeiten und es werden ähnliche Wörter und Sätze auch ähnlich übersetzt.
Aufgabe 4 | KI in der Öffentlichkeit: Fall Bundeskanzlei [5']

Aufgabe 4 | KI in der Öffentlichkeit: Fall Bundeskanzlei [5']

Lesen Sie im Fall „DeepL in der schweizerischen Bundeskanzlei“, wie Mythen um das Thema KI entstehen.

https://www.bk.admin.ch/bk/de/home/dokumentation/stellungnahmen-der-bundeskanzlei/stellungnahme-der-bundeskanzlei-zum-artikel--roboter-uebersetzt-.html

https://www.tagesanzeiger.ch/roboter-uebersetzt-bundesreglemente-200422630126

Lesen Sie die Schlagzeile (und den Artikel als PDF) der Sonntagszeitung. Welche Gedanken und Gefühle erweckt sie?

Lesen Sie die Stellungnahme der Bundeskanzlei dazu. Welchen Schluss ziehen Sie daraus zum Umgang mit KI in der Öffentlichkeit und im professionellen Kontext?

 

Lösung
Die Schlagzeile macht Angst, indem das Gefühl vermittelt wird, dass Roboter die Gesetze schreiben, an welchen sich Menschen halten müssen. Die Vorstellungen, die sie hervorruft, sind mit Science-Fiction Dystopien verbunden. Die Bundeskanzlei wird dabei als inkompetent dargestellt, indem sie diesen Weg einschlägt.
Die Stellungnahme der Bundeskanzlei zeigt auf, welche Technologien bei welchen Schritten getestet wurden. Sie klärt darüber auf, wie genau die Zusammenarbeit zwischen menschlicher Intelligenz und künstlicher Intelligenz ablaufen wird.
Dieses Beispiel zeigt, dass es immer wichtiger ist, über den Einsatz von KI klar zu sprechen und deutlich zu machen, inwieweit dieser in einem von Menschen gesteuerten Kommunikationskontext erfolgt. Mythen und Übertreibungen entstehen bei der Erwähnung von KI sehr schnell.